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Erster Spielbericht zur Samsung Gear VR

“Woah! Uhhh! Hihihiii… “ Drei der Audrücke die man hört wenn jemand in näherer Umgebung sich zum ersten Mal die Gear VR aufsetzt. Unter den technikaffinen Jungs hier dann dicht gefolgt von “Hammer. Geiler Scheiss.” und “viel besser als die Oculus Rift DK2”.

Samsungs Gear VR ist ähnlich wie Googles Cardboard lediglich eine Hülle für ein Smartphone, welches die virtuelle Realität vor die Linsen bringt. Naja… ein wenig mehr steckt dann doch schon drin.

Durch den einfachen Kalibrierungmechnismus lässt sich die Gear VR für jeden Nutzer optimal einstellen und es wurde auch eine kapazitive Steuerung am rechten Rand des Gerätes verbaut, welche das Steuern in Menüs und das Bestätigen von Eingaben ermöglicht. Die Gear VR wird durch das einstecken eines Smartphone in Betrieb genommen und hier werden die 4 aktuellen Flagschiff-Modelle von Samsung unterstützt. Ohne ein solches Geräte (S6, S6 Edge, S6 Edge+, Note 5) kann man dieses Gadget leider nicht verwenden. Dafür hat Samsung daran gedacht die ganze Kabelage zum Laden des Smartphones nur optional anzubieten und nicht fest zu verbauen und auch darauf geachtet das Gerät ergonomisch so bequem zu designen, dass man lang damit herumspielen kann. Die Verarbeitung ist sehr gut und obwohl es fast ausschließlich aus Plastik besteht wirkt es halbwegs wertig. Die Auflageflächen die mit der Haut in Kontakt kommen sind entfernbar und auch waschbar.

Die Gear VR ist – wie in unserem Fall – gepaart mit dem Samsung Galaxy S6 in der Tat ein wirklich abgefahrenes Spielzeug. Sitzt leicht und komfortabel auf dem Kopf und reagiert unverzüglich auf Bewegungen. Außerdem ermöglicht diese einen Blick auf ein QHD-Display und das ist VIEL besser für das Auge als alles andere was zur Zeit auf dem Markt so rumschwirrt.

Man hat zwar zur Zeit nur eine limitierte Auswahl an Software, aber dafür sind diese echt amüsant und haben einen hohen “Hui”-Faktor.

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So habe ich eine Vorstellung des Cirque de Soleil direkt auf der Bühne miterleben können, befand mich kurze Zeit später im Aufnahmestudio eines Komponisten, habe Trailer und Youtube-Videos in einem virtuellen Kinosaal genossen und mich gewundert wie weit man gucken kann, wenn man mehrere 100 Meter über dem Eiffelturm schwebt. Das sind nur wenige der Inhalte, die es direkt auf der Gear VR zu erleben gibt. Taucht man ein in die richtigen VR-Anwendungen, so stehen einem die Türen offen für Spiele, Videos und Rundumansichten in Bereichen die für den Menschen so nicht vorgesehen sind.

Zum Beispiel rennt man in der Ego-Perspektive im bekannten Mobile-Klassiker “Temple Run” vor gruseligen Monstern davon und bekommt es sehr zu spüren, wenn diese einem zu nah auf die Pelle rücken (wenn man zu langsam ist wird man gefressen und blickt noch kurz aus dem Mund eines dieser Kreaturen heraus). Man kann sich anschauen wie es aussieht, wenn man klein ist und in einen Kühlschrank passt und auch wie es aussieht kurz bevor einem ein Golfball ins Gesicht geschossen wird. Alles sehr spektakulär!

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Es bleibt weiterhin zu sagen, dass die virtuelle Realität nicht für jedermann ist, denn mancher wird auch nach kurzer Nutzung leichten Schwindel oder angestrengte Augen erleben, aber für diejenigen die über die teilweise noch sichtbaren Pixel hinwegsehen können und diejenigen die bereits an VR-Umgebungen gewohnt sind ist die Gear VR die Speerspitze.

Da wir 2015 bereits einige Produktionen im Bereich der Augmented Reality (hier ein Beispiel unserer Playtive Junior-App) gemacht haben und auch schon für die Oculus spannende VR-Aufträge hatten, haben wir auch direkt angefangen Visionen zu sehen, wie man dieses leckere Stück Technik z.B. gut mit einer Leap-Motion kombinieren könnte und sind gespannt auf was für tolle Ideen und Umsetzungen wir noch stoßen.

“Hier sind wir auch am Ende meines Beitrages zur Gear VR und ich möchte jeden Interessierten einladen einmal bei uns zu Besuch zu kommen und auszuprobieren, wie es in den virtuellen Landen so aussieht.”, schrieb ich gerade, als ich auf auf einen Titel stieß, den ich noch kurz ausprobieren wollte: ‘The Land’s End’. Dieses Spiel wurde vielfach gelobt und stammt vom Studio das bereits mit Monument Valley zu begeistern wusste. Nur mal kurz reingucken dachte ich… und dann: “Wow!”

‘The Land’s End’ ist ein einfaches Rätselspiel mit viel viel Atmosphäre, das die Bedienung und das Spielerlebnis in der VR einen großen Sprung nach vorne treibt. Es packt einen einfach. Ohne Text und ohne Anleitung findet man sich auf einer Insel wieder, die erforscht werden will und in der man durch die Bewegung des Kopfes nicht nur die Spielerbewegung realisiert hat, sondern auch einfache Verbindungsrätsel lösen kann und so die Geschichte vorantreiben kann. Besonders an diesem Spiel ist, dass man schon nach kurzer Zeit das Gefühl hat sich in der Spielwelt zu befinden und das man die UI so entwickelt hat, dass sie sich perfekt eingliedert und man das Gefühl bekommt man kann Berge mit seinem Blick versetzen.

Ein tolles Erlebnis und eine besondere Anwendung die einen gleich einsaugt. Hierfür wurden Geräte wie die Gear VR geschaffen. Ich wünsche mir mehr davon!

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Wir freuen uns über das erste echte Consumer-Produkt der VR-Generation und hoffen, dass wir auch mit Euch einmal eine spannende VR oder auch AR-Produktion umsetzen können.